Leben wie die Fürsten – Von Nizza bis San Remo

Die Côte d’Azur ist Frankreichs schönster Südbalkon, eine Sehnsuchtsküste seit 150 Jahren. Die ersten Touristen waren englische Adelige, die dem einheimischen Winternebel entfliehen wollten. In das neu entdeckte Paradies brachte man mit, was gefiel: Kaiserin Joséphine führte den ersten Eukalyptusbaum ein, Napoleon III. brachte Kakteen aus Mexiko mit, die Engländer pflanzten schöne Gärten und die Franzosen Palmen aus den nordafrikanischen Besitztümern.
Die reichen Wintergäste waren verwöhnt und deshalb gehörte schon im 19. Jahrhundert eine gute Küche mit ihren mediterranen Genüssen zum Überwintern. Hat nicht hier Escoffier das beliebte Dessertgericht “Pfirsich-Melba” für die australische Opern-Diva Nelly Melba kreiert?

Am Ankunftstag empfängt Sie unsere charmante Reiseleitung Monique Amey im glamourösen Hotel „Westminster“, gelegen an der weltberühmten Promenade des Anglais mit Blick auf die “Baie des Anges”. 1878 war es eines der ersten Belle Époque Hotels. Vor einigen Jahren wurde das Hotel komplett renoviert. Für unsere Gäste haben wir jeweils eine Junior-Suite mit Meerblick reserviert.

Wir beginnen mit dem Programm bereits am frühen Nachmittag. Zur Einstimmung begleitet Sie Monique in die Region Bellet, eines der ältesten Weinanbaugebiete Frankreichs, in der die ersten Reben bereits von den Römern gepflanzt wurden. Zur Weinprobe im Château de Crémat werden kleine regionale Leckerbissen gereicht. Im Anschluss daran begeben wir uns zu einem wahren Gaumenkitzel in die Chocolaterie “Choco Mon Amour” und verkosten die berühmte “Chocovin de Bellet”.

Nach der Rückkehr ins Hotel und einer kleinen Pause treffen wir uns zum Eröffnungsdinner im Restaurant “La Rotonde” im angrenzenden Luxushotel der Belle Epoque Hotel Negresco.

Der zweite Tag unseres Aufenthalts steht unter dem Motto: die Entdeckung von Nizzas Gastronomie und Kultur. Schon am Morgen erwartet uns der von Michelin gekürte Sternekoch Christian Plumail zum Kochseminar in seinem privaten Domizil im Herzen der Altstadt von Nizza. Den Franzosen ist er von Funk und Fernsehen ein Begriff. Christian Plumail praktiziert mit Raffinesse eine nachvollziehbare mediterrane Küche “une cuisine comme à la maison” (Kochen wie zuhause). Gemeinsam mit ihm begeben wir uns zum berühmten farbenfrohen Markt ” Cours Saleya“, Zeuge südfranzösischer Lebensart. Hier kaufen wir die frischen Produkte für unser Seminar ein.

Wer nicht zu müde vom Kochseminar ist, begibt sich am späten Nachmittag mit Monique ins sehenswerte Museum „Villa Massena“, nur ein Katzensprung vom Hotel entfernt. In dem ehemaligen Stadtpalais erfahren wir manch Wissenswertes über das Leben der Aristokraten zur Zeit der Belle Epoque in Nizza, damals auch Winterhauptstadt Europas genannt.

Bei unserem Dinner im Hafen von Nizza im Restaurant “L’Ane Rouge” verwöhnt uns Michelin-Sternekoch Michel Devillers nicht nur mit beindruckenden Fischgerichten, sondern auch mit zwei grandiosen Ausblicken sowohl auf Schlosshügel als auch auf imposante Luxusjachten.

Der nächste Tag ist dem Thema: zwischen Còte d’Azur und der italienischen Blumenriviera gewidmet. Deshalb führt uns der in Kunstgeschichte und mediterraner Flora bewanderte Michael Erkelenz in die Gegend von Menton und zum Fürstentum Seborga.

Das Mikroklima macht Menton zur wärmsten Stadt Frankreichs. Seit 1912 besitzt dort die Familie Waterfield aus England eine Villa mit einer prächtigen Parkanlage, die beachtliche Anerkennung für ihre einzigartige Vielfalt von Avocadosorten und südafrikanischen Zwiebelgewächsen erfährt. Wir verdanken es Michael, dass sich uns die Tore des privaten “Clos du Peyronnet” öffnen und der heutige Besitzer, William Waterfield, uns durch diesen Garten Eden führt. Während er von seinem reichen Erfahrungsschatz als Gartenbesitzer am Mittelmeer erzählt, kredenzt er uns einen lokalen Aperitif.
Im Anschluss begeben wir uns zum bei San Remo gelegenen Fürstentum Seborga, das interessanterweise Teil der Republik Italien ist. Ein Mitglied der fürstlichen Familie empfängt uns im eigenen Gourmetrestaurant. Hier lassen wir es uns bei ligurischen Spezialitäten gut gehen. Nach dem Essen bleibt noch Zeit, um den hübschen kleinen Ort mit seinen nur 307 Einwohnern zu entdecken und sich vielleicht einen Seborga-Stempel als Beweis des Besuches in den Pass eintragen zu lassen.

Zurück in Nizza treffen wir uns zum gemütlichen Abendessen in einem legeren Bistrot unweit des Hotels, bevor es am Sonntag nach dem Frühstück wieder nach Hause geht.

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